Alfred Stiner
Der Gemeindeammann von Unterentfelden im Interview
Irene Bärtschi. Bild: zvg
Irene Bärtschi lässt das vergangene Jahr in Hirschthal Revue passieren – und erzählt, wo es mit Hirschthal in der Zukunft hingehen soll.
Irene Bärtschi, die wieder angetretenen Gemeinderatsmitglieder wurde bei den Wahlen in diesem Jahr bestätigt. Ist dies entsprechend auch eine Bestätigung der geleisteten Arbeit des Gremiums? Und freuen Sie sich auf Ihr neues Gemeinderats-«Gschpänli» Georges Brandenberg?
Ja, das sehe ich so und es motiviert für die neue Legislatur. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im neu zusammengesetzten Gemeinderat und auf das gemeinsame Gestalten der Zukunft.
Was ist der Stand der Dinge der Kindergartensanierung? Ist diese wie geplant bis Ende Jahr vollendet?
Die Sanierung des Kindergartens ist im Schlussspurt. Die Handwerker sind an den letzten Arbeiten und die Innensanierung wird bis Ende Jahr abgeschlossen sein. So kann im Januar das neue Mobiliar aufgestellt werden und in den Sportferien der Umzug der restlichen Möbel und der Einrichtung stattfinden. Der Start im neuen Kindergarten ist am 12. Februar 2026 geplant. Eine öffentliche Besichtigung steht am 30. April 2026. Die Umgebungsarbeiten werden im neuen Jahr noch Zeit in Anspruch nehmen.
Was hat Hirschthal in diesem Jahr sonst noch geprägt?
Verschiedene Vereinsanlässe wie der Turnerabend am letzten Wochenende oder der Behördenanlass bereichern das Dorfleben. Es ist erstaunlich, wie viele Personen für unsere Gemeinde arbeiten und sich einsetzen. Im Gemeinderat war die Nachfolgeplanung aufgrund anstehender Pensionierung ein wichtiges Thema. Verschiedene weitere Bauprojekte, die Sanierung der Talstrasse, die Renovation des Einfamilienhauses an dieser Talstrasse, der Kindergarten und weitere.
Welche konkreten Projekte stehen in Hirschthal im kommenden Jahr an?
Die Verlegung des Hochstudhauses ist sicher spektakulär, wobei dies durch einen Verein organisiert wird und «die Gemeinde» dabei eine Nebenrolle spielt. Die personellen Wechsel in der Gemeindeverwaltung, wo langjährige Mitarbeiter abgelöst werden. Der Spielplatz auf dem Schulhausareal wird erneuert und somit soll das schöne Schul-hausgelände weiter ein Treffpunkt bleiben.
Was sind langfristig die Ziele der Gemeinde für die Zukunft?
Ein aktives Dorfleben, eine moderne Infrastruktur und das Sorgetragen zu unserem schönen Dorf.
Was hat Hirschthal im kommenden Jahr kulturell zu bieten?
Die Dorfvereine sowie Hirschthal-Aktiv! veranstalten nächstes Jahr verschiedene Anlässe für Jung und Alt. Zum Beispiel wird wiederum der schnellste Hirschthler/die schnellste Hirschthlerin gesucht, Spielplatzfest, Kinderflohmarkt, erstmalig wird ein Bring- und Holtag organisiert, Lotto für Senioren, der Weihnachtsmarkt von Hirschthal-Aktiv! organisiert und die Kochgruppe kocht für die Seniorenmittagstische und vieles mehr.
Offiziell sind Sie «Frau Gemeindeammann». Viele Gemeinden entschliessen sich aktuell dazu, zur Bezeichnung «Gemeindepräsidentin» bzw. «Gemeindepräsident» zu wechseln. Was ist Ihre Meinung dazu?
In der neuen Legislatur ist es an der Zeit, die Gemeindeordnung zu überarbeiten. Sie stammt aus dem Jahr 1987. Dabei wird auch die Bezeichnung Gemeindeammann zum Thema. Mit dem neuen Gemeindegesetz wird die Bezeichnung voraussichtlich sowieso geändert.
Was möchten Sie den Hirschthalern noch mit auf den Weg geben?
Der gesamte Gemeinderat und ich schätzen den respektvollen Umgang und die sachlichen und fairen Diskussionen. Das Engagement vieler Einwohnerinnen und Einwohner und der Vereine für das gesellschaftliche Leben zeichnet unser Dorf aus. Ein herzliches Dankeschön an alle.
Interview: Joel Dreier
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