Nadine Flück und Oliver Jacobs
begleiten Menschen aus eigener Erfahrung aus der Sucht
Der Lenzburger Stadtrat beantragt beim Einwohnerrat einen Kredit von 250'000 Franken für substanzerhaltende Massnahmen an der Mehrzweckhalle. Das undichte Dach macht rasches Handeln nötig.
Lenzburg Der Stadtrat will 250'000 Franken in substanzerhaltende Arbeiten an der Mehrzweckhalle auf der Schützenmatt investieren. Die Mehrzweck- wie auch die Reithalle sind in einem schlechten baulichen Zustand. Seit längerem bekannt ist, dass die Dachhaut undicht ist, was zu feuchtebedingten Schäden am Tragwerk führt. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der angrenzenden Reithalle. «Wir haben regelmässige Untersuchungen gemacht, so auch 2025. Diese haben aufgezeigt: Es besteht jetzt Handlungsbedarf», sagte Stadtammann Andreas Schmid an der öffentlichen Informationsveranstaltung vom 16. Februar.
Da die Mehrzweckhalle für das Jugendfest und weitere grosse Anlässe von hoher gesellschaftlicher Relevanz sei, habe der Stadtrat mehrere Varianten geprüft. Schnell verworfen wurde die Schliessung von Mehrzweck- und Reithalle mit einer eingeschränkten Weiternutzung der Truppenunterkunft im Untergeschoss. Zum einen bestehe eine vertragliche Vereinbarung mit dem Reitverein, wonach dieser ein unentgeltliches Benützungsrecht der Reithalle bis 2069 geniesst. Andererseits sei unklar, ob die Truppenunterkunft ohne Mehrzweckhalle weiter genutzt werden würde. Die Vermietung an die Armee spühlt jährlich um die 200'000 Franken in die Lenzburger Kassen.
Ebenfalls geprüft und verworfen wurde eine «vollständige Ertüchtigung» der beiden Hallen. Da dabei die gesamte Dachhaut ersetzt werden müsste, hätte diese Variante Kosten von rund 2,25 Millionen Franken zur Folge. Die Hallen würden aber für die nächsten 25 Jahre fit gemacht. Diese Variante kommt für den Stadtrat «aufgrund der energetischen Beurteilung und des Investitionsschutzes im Zusammenhang mit den Überlegungen in Bezug auf die Schulraumplanung nicht in Frage», wie die Stadtregierung in der Einwohnerratsvorlage schreibt. Zur Erinnerung: Der Stadtrat plant auf der Schützenmatt einen dritten Schulstandort zu bauen.
Stattdessen setzt der Stadtrat auf Substanzerhaltung und beantragt dem Einwohnerrat einen Kredit über 250'000 Franken. Damit sollen die Wassereintrittsstellen gezielt repariert, die von Nässe betroffenen Holzbauteile gestärkt und einzelne Sparrenpfetten ersetzt werden. Anschliessend werde die Holzfeuchte kontinuierlich überwacht. Die Restnutzdauer soll fünf Jahre betragen.
Der Einwohnerrat entscheidet am 12. März über die Vorlage.
Von Adrian Oberer
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