Ein Tag der Freude
Maienzug Aarau: Zahlreiche Zuschauer/innen wohnten dem Umzug bei
Das DUSHA-Quartett begeisterte in der Johanneskirche. Bild: zvg
Das Quartett DUSHA spielte Roma-Musik aus verschiedenen Ländern des Ostens mit musikalischem Abstecher nach Spanien zum Flamenco. Das die Johanneskirche füllende Publikum erlebte ein musikalisches Highlight erster Güte
Strengelbach Flora Thalassa (Violine), Désirée Senn (Violine/Cello), Rebekka Weber (Piano) und der Roma Ludovit Kovac aus Strasbourg boten ein aussergewöhnlich intuitives und gefühlvolles Zusammenspiel. Das mit meisterlicher und oft auch atemberaubender Geschwindigkeit vorgetragene Cymbal-Spiel von Ludovit Kovac faszinierte musikalisch und optisch. Gleich beim Auftakt mit den gefühlvollen Geigenklängen bekam das Publikum Hühnerhaut. Das sympathische Quartett harmonierte wunderbar und begeisterte mit seinen furiosen Rhythmen. Hingabe und Leidenschaft pur.
Die Hintergrundinfos zu den einzelnen Stücken waren sehr wertvoll und bereichernd. «Noch nie erlebten wir Brahms berühmtestes Werk, den Ungarischen Tanz Nr. 5 so intensiv und freudvoll», meinte ein Ehepaar, das eigens aus Hengart angereist war. Brahms hat dieses Stück eigentlich nicht selber komponiert, sondern setzte nur das, was er vom Musizieren der Romas hörte, in Noten um und komponierte so sein Werk. Diese Musik drückte menschliche Gefühle von Sehnsucht, Melancholie, Leidenschaft und Lebensfreude aus und berührte die Zuhörenden.
Das Quartett spielte mit Herzblut und Temperament Roma-Musik, die keinen kalt liess. Schon nach dem dritten Stück ertönten Begeisterungsrufe und der Beifall wollte am Schluss des Konzerts nicht enden. Alles in allem: ein mitreissender Konzert-Abend voller Lebensfreude und Emotionen.
S.P.S
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