Nadine Flück und Oliver Jacobs
begleiten Menschen aus eigener Erfahrung aus der Sucht
Die Olympionikin Ramona Härdi ist von den Spielen in Milano Cortina zurück. Möriken-Wildegg bereitete ihr einen gebührenden Empfang.
Möriken-Wildegg Voller Stolz empfingen rund 150 Möriker und Wildeggerinnen die Olympionikin Ramona Härdi zurück in der Heimat. Unter tosendem Applaus begrüsste der Gemeinderat die Eisschnellläuferin auf dem Yul-Brynner-Platz, ehe es für die weiteren Feierlichkeiten, begleitet von den Trommeln der Tambouren, in den Gemeindesaal ging.
Als erste richtete Frau Gemeindeammann Jeanine Glarner ihr Glückwünsche und Gratulationen an Härdi: «Du hast geschafft, wovon so viele junge Athletinnen und Athleten ein Leben lang träumen!» Wer nicht selbst einmal Spitzensport gemacht habe, könne kaum nachvollziehen, wieviel Arbeit, Schweiss und Verzicht, wieviele Rückschläge und Erfolge hinter einer solchen Leistung stünden. Als Anerkennung dieser Leistung überreichte Jeanine Glarner im Namen der Gemeinde Ramona Härdi einen Zustupf an ihre Reisekasse. Denn für die Olympionikin geht es vorerst in die wohl verdienten Ferien.
Um Ramona Härdi nach ihren Erfahrungen an den Olympischen Spielen zu befragen, überliess Glarner die Bühne dann einem Profi: Der SRF-Sportkommentator Calvin Stettler, ebenfalls erst kurz zuvor aus Italien zurückgekehrt, übernahm das Mikrofon. Dieses gab er direkt an die Kinder im Saal weiter und wollte wissen, wie schnell Ramona auf ihren Schlittschuhen unterwegs sei? «100!», «100 Millionen!», lauteten die überzeugten Antworten. «Ganz so schnell nicht, aber etwa mit 60 km/h sind wir schon unterwegs», löste Härdi schliesslich auf.
Ramona Härdi berichtete weiter von der Einmaligkeit der gewonnen Eindrücke, aber auch von der schwierigen Zeit, als sie an ihrer ersten Olympiateilnahme 2018 in Pyeongchang stürzte und die Olympiaqualifikation vier Jahre später verpasste: «Vor acht Jahren ist nicht alles so aufgegangen, wie ich das wollte. Da konnte ich das Drumherum nicht so wahrnehmen wie jetzt. Ich bin so dankbar, dass ich es diesmal, auch mit dem Team hinter mir, so geniessen konnte.»
aob
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