Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Der Seener Gemeinderat (v. l.): Christine Iten, Markus Rihner, Peter Siegenthaler, Otto Walti und Hans Peter Dössegger.
Bild: aob
Wie ist der Zustand der Strassen in Seon? Wo stehen die Bauprojekte der Gemeinde? Wie sieht der neue Plan für das Seetalschulhaus aus? Über diese und weitere Themen informierte der Gemeinderat am Politapéro vom 13. Mai.
Seon Wenn der Gemeinderat zum Politapéro lädt, füllt sich die Kulturhalle jeweils mit interessierten Seenerinnen und Seenern – so auch am vergangenen Dienstag, 13. Mai. Auf der Traktandenliste standen unter anderem Informationen zum Stand der kommunalen Bauprojekte, zum weiteren Vorgehen bezüglich Seetalschulhaus, dem geplanten Bau eines Glasfasernetzes und zum Zustand der Seener Strassen.
Klar ist mittlerweile, was mit dem umgebauten 1. Obergeschoss des Hallenbads geschieht. Wie der zuständige Gemeinderat Markus Rihner erklärte, sollen die Abteilung Soziale Dienste und das Betreibungsamt demnächst dort einziehen. Der offizielle Betriebsstart in den neuen Räumlichkeiten ist demnach für den 11. August geplant.
Vorwärts geht es auch bei der Sportanlage Spittelmatt. Die Baubewilligung für die Erweiterung um einen neuen Kunstrasenplatz liege vor, die Arbeiten seien vergeben. «Der Spatenstich erfolgt am 21. Mai», kündigte Markus Rihner an.
Direkt angrenzend an die Sportanlage befindet sich die Parzelle, auf der künftig das neue Feuerwehrmagazin stehen soll. Das entsprechende Baugesuch liege aktuell bei den kantonalen Behörden auf. Verläuft alles nach Plan, starten die Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres. Diese dauern dann voraussichtlich bis Ende 2026 an. «Auf der gesamten Dachfläche wird es eine PV-Anlage geben», führte der Gemeinderat weiter aus. Der produzierte Strom soll den gemeindeeigenen Gebäuden, besonders dem Hallenbad, zugute kommen.
Den Plan des Gemeinderats, das Seetalschulhaus zu einem neuen Verwaltungsgebäude umzubauen, lehnte die Stimmbevölkerung an der vergangnen Gemeindeversammlung denkbar knapp mit einer Stimme Unterschied ab. «Wenn wir das Gebäude nicht für den Eigengebrauch nutzen, bleibt uns fast nur der Verkauf», stellte Gemeindeammann Hans Peter Dössegger fest.
In Anbetracht der Finanzlage sei nämlich eine Investition der Gemeinde in Wohnraum nicht sinnvoll. So werde der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung im Juni beantragen, das Gebäude und die drei dazugehörigen Parzellen verkaufen zu dürfen – für mindestens 2,89 Mio. Franken. Ein Käufer müsste sich unter anderem dazu verpflichten, das dem geltenden Entwicklungsrichtplan unterliegende Areal innert drei Jahren zu entwickeln.
Die Seener Kabelnetze kommen langsam ans Ende ihrer technischen Lebensdauer. Um die Gemeinde künftig zeitgemäss und zukunftssicher mit Internet bedienen zu können, soll Seon mit Glasfaser ausgerüstet werden. Dies in Form eines Genossenschaftsnetzes in Zusammenarbeit mit dem Yetnet Genossenschaftsbund. Angeschlossen werden sämtliche bewohnte und geschäftlich genutzten Liegenschaften. Für die Eigentümer entstünden dabei keine Kosten. Der Baubeginn ist auf 2026 angelegt, die Arbeiten sollen nach rund fünf Jahren abgeschlossen sein.
Zum Schluss gab Bauverwalter Raoul Kuprecht einen Überblick über den Zustand der Gemeinde- und Privatstrassen. Rund drei Viertel davon seien als «gut» oder «mittel» zu bewerten, wie eine Auswertung gezeigt habe, was kurz- bis mittelfristig keine grösseren Unterhaltsarbeiten verlange. Im Vergleich mit ähnlichen Schweizer Gemeinden stehe man damit aber minim schlechter da als der Durchschnitt.
Von Adrian Oberer
Lade Fotos..